Mit großer Vorfreude und viel Engagement zur Gestaltung des Umfeldes erwarteten wir das Pokalachtelfinale des SHFV gegen den Regionalligisten VFB Lübeck.
Nach bereits zahlreich absolvierten Trainingseinheiten, allerdings ohne Vorbereitungsspiel, waren wir in diese Begegnung gegangen, um zumindest ein achtbares Ergebnis zu erzielen. Der eine oder andere Optimist hielt sogar eine Überraschung für möglich. So kam es aber nicht: sang- und klanglos wurde unsere Liga mit 0:8 vom Platz gefegt. Die Überlegenheit der Marzipanstädter mußte auch in der Höhe des Ergebnisses neidlos anerkannt werden. Einziger Kritikpunkt aus Lägerdorfer Sicht am VFB war, daß sie unseren Sportplatz nicht fanden. Über die Moordörfer kommend, fanden sie wegen der Sperrung der Strecke über Breitenburg nicht nach Lägerdorf. Ein TSV-Fan nahm schließlich den umherirrenden VFBlern an.

Gleich zu Beginn des Spiels machten die Lübecker läuferisch und in den Zweikämpfen klar, wie auf einer solchen sportlichen Ebene gearbeitet wird. Philip Blunk überschlug sich nach einem regelgerechten Zweikampf, staunend über die Wucht der Gegenwehr. Kein Lübecker stand, die Mannschaft war permanent in Bewegung. Sie hatten unsere TSVer ernst genommen.

Dennoch bot sich unserer Mannschaft die Riesenchance zur Führung, als nach einer Vorarbeit von linken Seite aus Björn Strüven zum Abschluß kommen konnte, der Ball allerdings nicht wuchtig genug platziert wurde. Der VFB-Keeper konnte klären.

Nach einer Viertelstunde war es dann mit allen Hoffnungen vorbei. Mit einem Doppelschlag rückte der VFB die Verhältnisse zurecht. Ein Eigentor von Eddy Jauk sowie ein weiterer Treffer bedeuteten das 0:4 zur Halbzeit. In der zweiten Halbzeit mußten wir vier weitere Treffer einstecken. Torge Kunter hätte, allein auf das VFB-Gehäuse zugehend, den Ehrentreffer erzielen können, vergab jedoch.

Das Ergebnis und die gezeigten Leistungen unserer Akteure machen doch nachdenklich. Wir konnten nicht ansatzweise an schon gezeigte Leistungen anknüpfen. Nach dem frühen Rückstand agierten wir wie in einem Freundschaftsspiel, ohne Biß, ohne Moral, ohne Feuer. So werden wir chancenlos in der SH-Liga sein.

Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Die Jungs sind selbstkritisch genug, das auch zu erkennen. Die trainingsarbeit wird in der gebotenen Intensität von allen geleistet und Verbesserungen werden sich bald einstellen. Zu dem werden mit Tjorven Brendemühl und Yanneck Kuhr weitere Alternativen bieten, das erforderliche Gerüst der Mannschaft aufzustellen.

Es spielten Tjark Wessel, Jan Hellmann, Hinne Schröder, Eddy Jauk, Ricky Wohlrab (Lasse Engel), Lasse Fötsch, Torben Matz, Ali Feist, Merten Kunter, Björn Strüven (Torge Kunter), Phillip Blunk (Bastian Peters)

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