Am Dienstagabend stand das dritte Auswärtsspiel in Folge auf unserem Programm und es ging erneut zu einem Gegner, der, wie am Wochenende Hartenholm, mit uns um den Abstieg kämpfen wird: Es wartete der FC Kilia Kiel, die bis dahin punktlos in die Saison gestartet sind, während wir den Schwung aus dem Hartenholm-Sieg mitnehmen wollten.
Die Anfangsphase begann auch vielversprechend: Nach knapp 4 Minuten tankte sich Merten Kunter wunderbar über den rechten Flügel durch und dessen Hereingabe konnte vom Kieler Verteidiger nur noch im eigenen Tor untergebracht werden. Start nach Maß! Danach entwickelte sich die Partie zu einem TSV-Sturmlauf. Chancen in Hülle und Fülle, die entweder im letzten Pass verpufften oder aber man scheiterte am leeren Tor. In dieser Phase hätte man bereits das Spiel entscheiden können, aber man brachte den Gastgeber wieder ins Spiel. Durch einen langen Einwurf und einem guten Abschluss des Hauptstädter Stürmers landete der Ball wie aus dem Nichts zum 1:1 in unserem Tor. Anschließend kam Kiel immer besser ins Spiel und wir schafften es diesen Sturmangriff bis zu Halbzeit zu überstehen.
Zur zweiten Halbzeit fingen wir an uns wieder zu stabilisieren und ordneten unsere Reihen wieder für eine ordentliche Defensivarbeit. Wir ließen zwar nicht viel zu, jedoch nach vorne konnten wir keine entscheidenden Nadelstiche mehr setzen. Etwas Glück hatten wir, als bei einer Unaufmerksamkeit das Kieler 2:1 zu Recht wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. In der Schlussphase kamen wir durch einige Konter immer wieder zu Möglichkeiten, um noch entscheidende Akzente zu setzen, jedoch vergaben wir auch diese Chancen. Als wir uns schließlich mit dem Punktgewinn zufrieden gegeben haben, holte Lasse Fötsch in der 91. Minute noch einen Freistoß aus spitzem Winkel, dem sich E. Jauk widmete. Er zog den Ball Richtung Tor und der wurde von der Mauer à la Gregoritsch-Manier abgefälscht, sodass mit Hilfe des Torwarts und der Latte der Ball noch irgendwie hinter der Linie landete. Riesen Jubeltraube aller Spieler und Ersatzspieler, dank dieses Last-Minute-Streichs! Danach passierte nichts mehr und wir gingen als glücklicher aber nicht unverdienter Sieger vom Platz.
Man kann nur sagen: Das was uns in den ersten beiden Spielen an Glück fehlte, bekamen wir an diesem Abend alles zurück. Zwar schafften wir nicht das Spiel vorzeitig zu entscheiden, aber weil jeder wirklich in jeder Sekunde an ein Tor geglaubt hat und wir mit viel Kampfgeist agierten, wurden wir dann auch belohnt. Jetzt können wir mit breiter Brust am Sonntag die gestandene SH-Liga-Truppe aus Kropp an der Breitenburger Straße herausfordern. Dort wird auch wieder nur etwas gehen, wenn wirklich jeder an seine Leistungsgrenze geht und bereit ist das Letzte aus seinem Körper herauszuholen, denn man merkt schon: 2 englische Wochen in Folge sind den Gliedern deutlich anzumerken.

Aufstellung:
Wessel – M. Kunter, Brendemühl, Jauk, Hellmann – T. Kunter (Fötsch), Schröder(Mälk), Matz, Kuhr – Reese(Drescher), Peters

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