Am vergangenen Sonntag fuhren wir zur SH-Liga-Reserve des Heider SV, die in dieser Saison vor allem durch eine beständige Unbeständigkeit auffällt. Somit wussten wir nicht, was uns erwartet, wollten nach den beiden Siegen in der Vorwoche jedoch in jedem Fall an die aufsteigenden Leistungen anknüpfen.
Es entwickelt sich im Heider Stadion relativ schnell eine Kreisligapartie auf Augenhöhe. Beide Defensivreihen standen sicher und ließen im gesamten Spiel wenig zu. Im ersten Durchgang kamen die Gastgeber zweimal gefährlich vor unser Tor, wobei ein Abschluss am Außennetz landete und ein anderer stark von Kubbel entschärft wurde. Auf der anderen Seite hatten Thilo, Döte und Tim jeweils eine herausragende Chance, um die Lägerdorfer Führung zu erzielen. Jedoch scheiterten allesamt am gegnerischen Torwart bzw. eigenem Unvermögen.
So ging es torlos in die Pause, in der Trainer Wieckhorst die Truppe noch einmal beschwor, weiter Druck zu machen und sich die drei Punkte zu verdienen.
Im zweiten Spielabschnitt schwanden auf beiden Seiten zunehmend die Kräfte und die eingewechselten Spieler konnten ihrerseits auch nur für wenig neue Impulse sorgen. Die Partie entwickelte sich somit mehr und mehr zur „Schlacht zwischen den Strafräumen“ und klare Torchancen blieben weitestgehend Mangelware.
Als sich beide Mannschaften dann an sich schon mit der Punktteilung abgefunden hatten, fuhren die Heider in der 89. Minute den entscheidenden Angriff. Ein Freistoß vom eigenen Sechszehner wurde schnell ausgeführt, ein langer Pass nach links außen überrumpelte die schlecht sortiere Lägerdorfer Hintermannschaft derartig, als das der folgende Pass von außen in die Mitte eine Eins-gegen-Eins-Situation zwischen Ricky und dem Heider Mittelstürmer zur Folge hatte. Dieser konnte seinen Kontrahenten mit einer gekonnten Körpertäuschung abschütteln und schob danach ungestört zum Siegtreffer ein. Kurze Zeit später pfiff der souveräne Schiedsrichter ab, die Partie war verloren und die Köpfe dementsprechend tief gesenkt.
Alles in allem kann man sicher von einem glücklichen Sieg der Gastgeber sprechen, begegnete man sich doch jederzeit auf Augenhöhe. Dennoch wurde eine starke Gesamtleistung gezeigt, auf diese man in den nächsten Woche aufbauen kann, um weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Jan Wieckhorst schenkte folgenden Mannen sein Vertrauen: Björn Koblun, Milan Hentrich, Jonas Mahn, Ricky Wohlrab, Marco Bolik, Boy Kuhn, Janek Sturm, Dennis Mälk, Tim Hellmann, Drees Städtler, Thilo Schildhauer
Eingewechselt: Ahmed Tiryaki, Merten Kuhr, Sören Nischmann

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