Nach den Rückschlägen der letzten Wochen ging es heute zum Derby zum Itzehoer SV ins Lehmwoldstadion. Dieses altehrwürdige Duell sollte natürlich gewonnen werden, um gleichzeitig den Negativtrend der letzten Wochen zu stoppen und das nötige Selbstvertrauen für die restlichen Spiele bis zur Winterpause zu sammeln. Die Verunsicherung in allen Mannschaftsteilen war uns anzumerken, obwohl wir zunächst spielbestimmend waren, uns aber keine klaren Torchancen herausarbeiten konnten. Besser machten es die Gastgeber, die zwischen der 20 und 35 Minute auf 3:0 davonziehen konnten. Allerdings fielen die Tore alle nach demselben Muster, wir verlieren den Ball im Mittelfeld und waren mit unserer Abwehrreihe zu weit aufgerückt. Umso bitterer ist, dass wir keine weiteren Torchancen zugelassen haben und es mit diesem Rückstand in die Pause ging.
Beim Pausentee führten wir uns noch einmal die Niederlage der Vorwoche vor Augen, in der wir selbst eine 2:0 Führung verspielt hatten und wollten ein ähnliches Ergebnis in der zweiten Halbzeit herbeiführen. Entsprechend motiviert kamen wir aus der Kabine und konnten gleich in der ersten Aktion auf 3:1 verkürzen. Jan ist im Strafraum gelegt worden und Thilo konnte den fälligen Elfmeter zum 3:1 Anschlusstreffer verwandeln. Das frühe Tor war der notwendige Weckruf zur richtigen Zeit und wir spielten jetzt wie ausgewechselt. Itzehoe kam während der gesamten zweiten Halbzeit nicht mehr gefährlich vor unser Tor und wir erspielten uns zahlreiche, gute Möglichkeiten. Leider vergab Milan die nächste, große Möglichkeit in der 60. Minute, als er vom Elfmeterpunkt nur die unterkannte der Latte traf. Vorher war Ahmet vom Itzehoer Schlussmann gelegt worden. Wir ließen uns jedoch nicht entmutigen und spielten weiter auf den nächsten Anschlusstreffer. In der 80. Minute hätte es erneut Strafstoß geben müssen, als Thilos Kopfball nach einer Ecke auf der Linie mit der Hand geklärt worden ist. Leider blieb der Pfiff in dieser unübersichtlichen Situation aus, so dass es beim 3:1 Endstand bleiben sollte. Die kämpferische Leistung der zweiten Halbzeit muss in den nächsten Spielen unbedingt beibehalten und die phasenweise Unkonzentriertheit abgestellt werden, wenn wir noch ein paar Punkte bis Weihnachten sammeln wollen.

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