TSV Lägerdorf – Inter Türkspor Kiel 2:2 (0:2)

Am letzten Wochenende hatten wir es bereits mit dem dritten und vermeintlich stärksten Aufsteiger der Liga zu tun. Mit Inter Türkspor Kiel kam eine enorm temporeiche und spielstarke Truppe an die Breitenburger Straße, die keineswegs so wirkte, als wenn sie vor einem Jahr noch Verbandsligist war.

Die ersten 15 Minuten gehörten uns. Wir schafften es immer wieder mit schnellem Umschaltspiel die Kieler in Verlegenheit zu bringen, jedoch gelang es uns mal wieder nicht aus den teilweise guten Chancen etwas Zählbares zu machen (Beetz, Peters, T. Kunter scheiterten aus aussichtsreichen Positionen). Danach ließen wir schlagartig nach. Teilweise katastrophale Fehlpässe, fehlendes Zweikampfverhalten und unkonzentrierte Ballverluste ermöglichten den Landeshauptstädtern quasi im Minutentakt Großchancen. Mit dem Pausenpfiff stand es dann 0:2 und wir konnten uns bei M. Chionidis bedanken, der als Einziger von uns bis dato Normalform erreichte, dass das Spiel noch nicht ganz entschieden war.

Nach dem Pausentee zeigten wir wieder ein ganz anderes Gesicht. Wie ausgewechselt rannten wir das kieler Tor an, um die erste Halbzeit vergessen zu machen. Wir ließen den Gästen lediglich eine einzige Torchance in den zweiten 45 Minuten, ansonsten spielte hier nur noch Rot-Blau. Angetrieben von dem emsigen T. Kunter fuhren wir einen Angriff nach dem Nächsten und schafften frühzeitig in der 51. Minute den 2:1 – Anschlusstreffer durch Peters. Auch danach ließen wir nicht nach, jedoch fehlte vor dem Tor leider oft die letzte Konsequenz, der letzte Passe, die letzte Entschlossenheit, sodass aus den vielen guten Angriffen lediglich in der 80. Minute noch der Ausgleichstreffer von Peters erzielt werden konnte, es jedoch nicht reichte um das Spiel komplett zu drehen.

Letztlich war dieses Unentschieden aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten durchaus verdient, wenn man sich jedoch die vergebenen Chance vergegenwärtigt, war man innerlich doch nicht so ganz zufrieden mit dem einen Punkt. Was uns aber wieder einmal ausgezeichnet hat, war die Moral, die in dieser Truppe steckt. Nach dem ersten Durchgang schien die Partie bereits entschieden, jedoch schafften wir es uns gegenseitig aus diesem Loch herauszuziehen und pushten uns somit zum Punktgewinn.

Aufstellung:

Chionidis – M. Kunter (Behrens), Schröder, Brendemühl, Hellmann – T. Kunter (Engel), Matz, Jauk, Beetz (Reese), Kuhr – Peters

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