Eine bittere Niederlage der Kategorie „unnötig“ mussten wir an diesem Wochenende akzeptieren. Es war unser vierter Auftritt auf heimischem Geläuf und es kam kein Geringerer als die U23 der KSV Holstein Kiel. Was vorweg zu nehmen ist: In dieser Spielklasse kann einer Mannschaft 10 schläfrige Minuten das ganze Spiel kosten. So war es fast am Wochenende zuvor gegen PSV und so kam es dann knüppeldick gegen die Kieler Störche zu Hause:
Der Beginn war sehr vielversprechend. Wir stellten den Mittelfeldmotor Acer der KSV weitestgehend ab, wodurch wir sie immer wieder zu langen Bällen zwangen, die keinerlei Gefahr ausstrahlten. Im Gegenteil: Durch die oft leichtfertig vergebenen Bälle der Landeshaupstädter kamen wir immer wieder zu gefährlichen Kontern und somit in sehr aussichtsreiche Positionen. Die letzten Wochen zeichneten wir uns stets durch unsere Effektivität vor dem Tor aus, diesen Sonntag vergaben wir jedoch beste Möglichkeiten zur Führung. Erst zielte Hinne Schröder, auf Vorlage von Merten Kunter, zu hoch, anschließend hatte Lasse Engel die riesen Möglichkeit alleinstehend vor dem Kieler Torwart, doch verstolperte unglücklich den Ball beim Versuch den Keeper zu umkurven. So ging es „nur“ mit einem 0:0 in die Halbzeit aber mit bestem Gefühl hier heute etwas mitnehmen zu können.
Die zweite Halbzeit hätte dann schlechter nicht starten können. Totale Schläfrigkeit in der gesamten Defensivarbeit und abgestelltes Zweikampfverhalten luden die KSV direkt zu Möglichkeiten ein. Erst in der 47. und dann in der 52. Minuten musste unser Ersatz-Ersatz-Ersatz Torhüter Kevin Pansch, der einen bärenstarken Job gemacht hat, hinter sich greifen. Danach fanden wir erst wieder zurück ins Spiel. Mit den eingewechselten Janek Reese und Lasse Fötsch stellten wir nochmal offensiv um und versuchten heranzukommen. Aussichtsreiche Möglichkeiten durch Reese und Peters wurden dann noch vergeben, sodass dieses 0:2 nachher bestehen blieb.
Am Ende eine sehr ärgerliche Niederlage, wenn man bedenkt, dass man dieses Spiel 80 Minuten lang defensiv ziemlich unter Kontrolle hatte. Es darf einfach nicht zu einer solchen Schläfrigkeit zu Spielbeginn oder nach der Halbzeit kommen, denn das könnte uns noch einige Punkte kosten. Vielen Dank nochmal an unseren Betreuer Kevin Pansch, der in größter Torwart-Not keine Sekunde gezögert hat und wie selbstverständlich in die Kiste gegangen ist. Dabei bekam er noch das größte Lob vom Gäste-Coach persönlich, der, unwissentlich über Kevins eigentliche Rolle, die gute Torhüterleistung hervorhob. Super, Panschi!
Am kommenden Wochenende geht es zu Frisia Risum-Lindholm, dem vorjahres-Meister der Verbandsliga Nord-West. Es erwartet uns eine kämpferisch starke Truppe, die, wie wir, jeden Punkt benötigen um den Klassenerhalt realisieren zu können. Ein sehr wichtiges Spiel also für beide Mannschaften und hoffentlich dem besseren Ende für uns.

Aufstellung:
K. Pansch – M. Kunter, E. Jauk, T. Brendemühl, J. Hellmann – A. Feist (L. Fötsch), L. Engel, H. Schröder (T. Kunter), Y. Kuhr, B. Strüven (J. Reese) – B. Peters

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