Endlich war es soweit: Saisonauftakt, erstes SH-Liga Spiel, Heimspiel. Man hatte sich wochenlang vorbereitet um auf den Punkt fit zu sein und um zu zeigen, dass man sich völlig verdient das Privileg erspielt hat in Schleswig-Holsteins höchster Fußballklasse zu spielen. 34 Spieltage, die man nicht mehr vergessen würde. Der erste Spieltag sollte für uns auch gleich mit einem Kracher beginnen. Man erwartete den ambitionierten Verein TSB Flensburg, die schon letztes Jahr eine tolle Saison in der SH-Liga spielten und auch diese Saison ganz klar zum Favoritenkreis der Ligaspitze gehörten, da sie des Weiteren noch sehr starke Neuzugänge verzeichnen konnten.
Die Anfangsphase gehörte auch gleich den Gästen aus Flensburg. Sie bestimmten das Geschehen und schnürten den Gastgeber in ihrer eigenen Hälfte ein. Dem TSV war die Nervosität und Unsicherheit sichtlich anzusehen, da einfachste Dinge nicht gelingen wollten. Somit war es die logische Konsequenz, dass aus dieser Unsicherheit das 0:1 fallen musste.
Nachdem der Ball im eigenen Strafraum gefühlt 4-mal hin und her geköpft wurde, schaffte es schließlich ein Flensburger den Ball über die Linie zu drücken(18.). Danach stabilisierte sich die TSV-Defensive und man ließ weniger zu. Die Räume wurden eng gemacht und man fing an den TSB zu langen Bällen zu zwingen, die oft im Ansatz schon verpufften. Aus dieser Phase heraus legte den die Rot-Blauen endlich die Nervosität ab frei nach dem Motto: Hey, wir können doch auch gar nicht so schlecht Fußball spielen. Durch Fötsch, Kuhr und Peters kam man schließlich zu den ersten Torannäherungen.
Nach der Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. TSB übernahm die Ballkontrolle und der TSV wusste hervorragend gegen den Ball zu stehen. Umso ärgerlicher war dann die 66. Spielminute, als der Referee auf den Punkt zeigte, nach einem doch höchst umstrittenen Foulspiel. Der Flensburger versenkte die Kugel und sorgte somit quasi für die Vorentscheidung. Kurze Zeit darauf war es der eingewechselte Björn Strüven, der das vermeintliche 1:2 schoss, dies jedoch wegen vermeintlicher Abseitsposition zurückgepfiffen wurde. Auch Kunter(80.), Peters (88.) und Kuhr (92.) hätten den Abstand verkürzen können, zielten aber allesamt zu ungenau, sodass zum Abpfiff die 0 stand und man die erste Niederlage der Saison hinnehmen musste.
Abschließend kann man sagen, dass die Flensburger zwar unterm Strich verdient gewonnen haben, jedoch mit etwas mehr Glück sogar etwas Zählbares hätte mitnehmen können. So haben die TSVer zwar Lehrgeld zahlen müssen, was man aber mitnehmen kann ist, dass man fußballerisch und kämpferisch allemal das Zeug hat um in dieser Klasse bestehen zu können. Ob es am Ende für den rettenden 12. Platz reichen wird sei mal dahingestellt, aber auf einer solch engagierten und guten Leistung lässt sich definitiv aufbauen.

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